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20.09.2005
   Die Kragenechse (Chlamydosaurus kingii)
 


Merkmale: 90- 95 cm lange Agame mit schlankem Körper, kräftigen Gliedmaßen und sehr lang und fein auslaufenden Schwanz. Auf dem gelblichen, grauen oder auch dunkelgrauen Körper, den Beinen und dem Schwanz können angedeutete oder kräftige dunkle Flecken ausgebildet sein. Der Name Kragenechse bezieht sich auf einen abspreizbaren, beschuppten Hautkragen, der, in Ruhelage eng zusammengefaltet, dem Körper nach hinten anliegt. Voll ausgefaltet kann er bei ausgewachsenen Tieren einen Durchmesser von 30 cm erreichen. Englischer Name: Frilled Lizard. Familie Agamen (Agamidae) .

Verbreitung: Nördliches Westaustralien, nördliches Northern Territory und nördliches Queensland.

Lebensraum: Gras- und staudenbewachsene Trockengebiete, die mit vereinzelten Bäumen bewachsen sind.

Lebensweise: Die tagaktive Kragenechse lebt auf Bäumen und am Erdboden. Wie andere territoriale Agamen sitzt auch sie meist an einer erhöhten Stelle oder im unteren Bereich an einem Baumstamm und beobachtet die Umgebung. Wenn sie am Boden verfolgt wird kann sie sich aufrichten und eine gewisse Strecke zweibeinig flüchten. Ist der Verfolger schneller, stellt sich die Kragenechse dem Bedränger, sie öffnet das Maul mit den gelben Schleimhäuten, spreizt den mit orangeroten, gelben und schwarzen Farben besetzten Kragen, faucht und teil kräftige Schwanzschläge aus. Kommt es zum Kampf beißt sie zu und kratzt mit den krallentragenden Zehen. Die Kragenechse pflanzt sich durch Eier fort. Das Gelege wird vom Weibchen im Erdreich an einer leicht feuchten Stelle vergraben. Bleibt das umliegende Erdreich feucht schlüpfen nach 87- 92 Tagen 13- 15 cm lange Jungtiere. Trocknet das Erdreich aus, ist das Gelege verloren.
Vorfahren:
Dilophosaurus

* Ordnung: Saurischia
* Unterordnung: Theropoda
* Infraordnung: Coelophysoidea
* Familie: Megalosauridae
* Benenner/Jahr: Welles,1954
* Zeit: Obere Jura
* Verbreitung: Arizona, USA
* Länge: 6 Meter

Früher Raubsaurier mit auffälligem Doppelkamm. Die Knochen wurden nicht bei allen Individuen gefunden. Vermutlich handelt es sich um geschlechtsspezifische Merkmale, z.B. für die Brautwerbung. D. hatte für seine Körpergröße relativ dünne und lange Zähne, was ihn von verwandten Arten sehr unterschied.

Der Diné-Indianer J. Williams führte ein
Wissenschaftler-Team 1942 an den ersten Fundort in Arizona (USA).
Auffällig am Dilophosaurus ist besonders sein Doppelkamm auf dem Kopf.

In einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Dilophosaurus durch das Buch Dino Park und die darauf basierende Spielfilmreihe Jurassic Park bekannt, jedoch sollte angemerkt werden, dass sich das Film-Pendant beträchtlich von seinem realen Vorbild unterscheidet. So wird der Dilophosaurus in Jurassic Park als ca. 1,3 m hoher Raubsaurier dargestellt, der über einen offensichtlich von der Kragenechse inspirierten, aufstellbaren Hautkragen verfügt und sein Opfer mit einer giftigen oder ätzenden Flüssigkeit bespuckt, bevor er es angreift. In Wahrheit war Dilophosaurus ca. 3 m hoch und über 6 m lang, und man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er über keinen Hautkragen verfügte. Ob er in der Lage war, eine giftige Flüssigkeit zu produzieren und zu spucken, kann zwar nicht zweifelsfrei dementiert werden, jedoch gibt es dafür keinerlei Hinweise und es ist genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie bei jedem anderen Saurier.

 

15.09.2005
   Zoologie-Zusammenfassung
 

Hi @ll!

Meine erste Zusammenfassung ist vollendet - eine Zoologie-Zusammenfassung.
In dieser findet ihr viele Themen erklärt, nämlich die Anatomie und Funktion der Körperteile bei den verschiedenen Tierfamilien:

Plathelminthes
Nemathelminthes
Aschelminthes - Nemalthelminthes
Annelida - Oligochaeta - Polychaeta
Crustacea
Arhtopoda
Mollusca - Gastropoda
Echinodermata - Asteroidea


Viel Spass beim lesen und lernen!

 
Download: Zoologie.pdf (8182x heruntergeladen)
 

29.08.2005
   Der Sternmull (Condylura cristata)
 


Systematik: Chordata – Vertebrata – Mammalia – Insectivora – Talpidae (Maulwürfe) - Sternnasenmaulwürfe (Condylurinae)

Länge: 17 - 19 cm

Schwanz: 6 - 8 cm

Gewicht: 40 - 50 g

Sozialstruktur: unterschiedlich, noch nicht genauer erforscht

Bestand: wenig gefährdet

Verbreitung: Nord-USA und Ostkanada


Der Sternmull (Condylura cristata) ist wohl eins der merkwürdigsten Lebewesen der Erde. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt er unter der Erde, wobei er seine Tunnelausgänge gerne unter Wasser anlegt. Ernähren tut er sich von kleinen Fischen, Larven, Blutegeln, Würmern oder Schnecken., die er in seinen Gängen, im Wasser oder im Schilf und in Moosen findet, wobei ihm das sehr dichte und somit optimal ans Schwimmen und Tauchen angepasste Fell zu Gute kommt.

Das Erstaunliche, natürlich neben dem skurrilen Aussehen, sind seine Essgewohnheiten: Binnen von 230 Millisekunden (P.M. 4/2005, S. 29). erkennt er ein Opfer, untersucht es nach Essbarkeit und verschlingt es dann. Eine Studie belegt, dass er bis zu dreizehn vermeintliche Beutetiere pro Sekunde berühren und untersuchen. Damit ist der das bisher am Schnellsten fressende Tier der Erde. Warum das alles? Ganz einfach, mit dieser blitzartigen Suchen-Finden-Fressen Strategie verschafft er sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Tieren. Somit is(s)t er z.B. 14-mal schneller als ein anderer Maulwurf.

Bei dieser Fressorgie kommen dem Mull seine bizarren Auswüchse um die Nase zu Hilfe: 22 rosafarbige Taster, die das Riechorgan sternförmig umkränzen. In ihnen befinden sich etwa 100 000 Nervenfasern, was es zum bestentwickelten Tastorgan im Säugetierreich macht - zum Vergleich: Die menschliche Hand hat nur 17 000 derartige neuronale Verknüpfungen.

Die Augen sind dementsprechend stark zurückentwickelt, sodass der Sternmull fast blind ist.

Diese Strategie ist jedoch nicht immer erfolgsversprechend. Bei gut einem Drittel seiner „Blitzattacken“ erwischt er die falsche Richtung oder beißt auf einen ungenießbaren Organismus. Die Erregungsweiterleitung seines Futter-Erkennungssystems beträgt nur geschätzte acht Millisekunden, um Genießbares von Ungenießbarem zu unterscheiden. Schneller geht es fast nicht mehr, da sein Nervensystem an die Belastungsgrenzen und somit an die schnellstmögliche Erregungsweiterleitung stößt. Jedoch lassen sich auch unter diesen Umständen Fehlschläge leicht verdauen.

Wenn das Mahl schließlich die Nase des Mulls gekreuzt hat, packt er es mit seinen ebenfalls außergewöhnlichen Zähnen: Ihre Pinzettenform macht präzises Ergreifen möglich und lässt so gut wie keine Beute entkommen.

Sein Fell ist ähnlich wie bei anderen Maulwürfen sehr dicht und fast schwarz, jedoch wie erwähnt nicht weich und samtig, sondern rau und dicht angelegt. In seinem spärlich behaarten Schwanz kann der Sternmull Fettreserven einlagern. Die Hände sind genauso lang wie breit und zu Grabschaufeln umgewandelt. Er hält keinen Winterschlaf.

Auch wenn bereits Eis und Schnee liegt, begibt er sich noch auf Beutejagd. Im Winter leben die Männchen mit den Weibchen zusammen. Das Weibchen bringt zwischen Mitte April und Mitte Juni einmal 2-7 Junge zur Welt. Mit 10 Monaten setzt die Geschlechtsreife ein.

 

   Der Antennen-Feuerfisch (Pterois antennata)
 


Systematik: Fische (Pisces) – Knochenfische (Osteichthyes) – Strahlenflosser (Actinopterygii) - Echte Knochenfische (Teleostei) – Panzerwangen (Scorpaeniformes) – Skorpionfische (Scorpaenidae)

Länge: 20 bis 40 cm

Geschlechtsunterschied: nicht bekannt

Sozialstruktur: meist Einzelgänger, seltener paarweise

Nahrung: Krebse und andere Fische

Verbreitung: warme Meeresregionen, z.B. Indischer und Stiller Ozean, Rotes Meer


Die Gattung der Feuerfische (Pterois) umfasst eine Reihe von Arten die sich durch seitlich abgeflachte Körper mit Flossenstrahlen auszeichnen.

Der Antennen-Feuerfisch (Pterois antennata) gehört zur Gattung der Feuerfische. Wie alle Fische dieser Gattung zeichnet er sich durch einen seitlich abgeflachten Körper und einer Färbung mit weißen Querbinden aus. Der Grundton der Färbung ist rotbraun. Die Brustflossen sind bei ihm stark fächerförmig vergrößert und zeigen am Ende blaue Punkte.

Er lebt in Wassertiefen bis zu 50 Meter im tropischen Indopazifik von Ostafrika bis zum Great Barrier Reef im Nordosten Australiens. Diese Tiere sind Hauptsächlich in der Dämmerung und während der Nacht aktiv. Tagsüber verbergen sie sich zwischen und unter Korallen oder in Höhlen. Während ihrer Ruhezeit verharren sie fast unbeweglich und mit Bauch dem Substrat zugekehrt.

Der Antennen-Feuerfisch ist meist ein Einzelgänger und eher am Boden zu finden, wo er langsam schwimmend mit abgestellten Flossen seine Beute in die Enge treibt und dann drauf zu schießt. Er frisst neben Fischen auch Krebse.

Der Antennen-Feuerfisch zählt zu den Giftfischen. Seine Rückenflossenstrahlen sowie zwei der Bauchflossenstrahlen und zwei der Strahlen der Afterflosse sind mit Giftdrüsen versehen. Diese Stiche können Tauchern schmerzhafte Wunden beifügen; das dabei übertragene Gift kann beim Menschen Atemlähmungen, Kreislaufversagen und Fieber verursachen. Die Symptome verschwinden in der Regel nach ein bis zwei Tagen.

Aquariumshaltung:

Eine gut zu pflegende Sorte. Die einzige Schwierigkeit besteht hierin, die Tiere in Gefangenschaft an totes Futter zu gewöhnen. Doch lernen die Tiere dies relativ schnell. Wichtig hierbei ist dass das Futter sehr langsam zu Boden sinkt. Ein hohes Becken ist hierfür natürlich vorteilhaft. Es ist von selbst sprechend dass man Feuerfische nicht mit kleinen Fischen vergesellschaftet, selbst Putzerfische und Garnelen sind vor ihnen nicht sicher. Ein gut gepflegter Feuerfisch kann in Gefangenschaft mehr als 10 Jahre alt werden.

 

01.08.2005
   Botanik-Zusammenfassung
 

Hi @ll!

Heute habe ich meine Botanik-Zusammenfassung abgeschlossen.

Die darin enthaltenen Themen sind:

Fungi - Pilze
Phycophyta - Algen
Lichenes - Flechten
Pteridophyta - Farnpflanzen
Bryophyta - Moose
Spermatophytina - Samenpflanzen
Gymnospermae - Nacktsamer
Angiospermae - Bedecktsamer
Anatomie der Pflanze - Bau des Blattes, der Sprossachse und der Wurzel
Sekundäres Dickenwachstm der Sprossachse

Viel Spass beim lesen und lernen!

 
Download: Botanik.pdf (8486x heruntergeladen)
 

16.06.2005
   Die Entstehung der Quaggas
 


Auch wenn die mittlerweile ausgestorbenen Quaggas aussahen wie eine Mischung aus Zebra und Pferd, stammten sie direkt vom Steppenzebra ab. Das hat ein internationales Forscherteam bei einer Erbgutanalyse mehrerer ausgestopfter Quaggaexemplare aus verschiedenen Museen nachgewiesen. Demnach entwickelten sich die Tiere mit dem charakteristischen gestreiften Vorderleib und dem einfarbigen Hinterteil, die bis vor etwa 150 Jahren in Südafrika lebten, erst während der vorletzten Eiszeit aus einer isolierten Gruppe Steppenzebras. Über die Verwandtschaftsverhältnisse des Quaggas herrschte unter Wissenschaftlern lange Zeit Uneinigkeit. So deutete beispielsweise ein Vergleich der Schädelform des Quaggas mit der anderer Zebraarten darauf hin, dass die ausgestorbenen Tiere zu einer eigenen Art gehörten. Spätere Erbgut- und Fellanalysen sprachen dagegen eher für eine Einstufung als Unterart des Steppenzebras. Um die Abstammung der Tiere zu klären, untersuchten die Forscher die so genannte mitochondriale DNA aus Fell-, Zahn- und Knochenfragmenten von insgesamt 13 ausgestopften Quaggaexemplaren. Dieser Erbgutanteil wird ausschließlich über die Mutter vererbt und verändert sich daher im Lauf der Zeit nur durch Mutationen und nicht durch Rekombination. Über den Grad dieser Veränderungen kann unter anderem der Zeitpunkt bestimmt werden, an dem sich die Abstammungslinien zweier Tierarten voneinander getrennt haben. Im Fall des Quaggas fanden die Forscher vier typische mitochondriale Erbgutmuster, die vor etwa 120.000 bis 290.000 Jahren während der vorletzten Eiszeit entstanden sein müssen. Alle diese Muster ähneln denen der Steppenzebras sehr stark, was nach Ansicht der Wissenschaftler die These stützt, dass die Quaggas eine Unterart der Steppenzebras waren. Vermutlich gingen sie aus einer bereits seit längerer Zeit isoliert lebenden Gruppe hervor, die keinen Kontakt mehr mit anderen Zebrapopulationen hatte, schreiben die Forscher. Dabei habe sich die typische Fellfärbung der Quaggas offenbar relativ schnell entwickelt. Den Anstoß für diese Artenaufspaltung gaben wahrscheinlich die ständigen Klimaveränderungen, die beispielsweise auch zur Entstehung verschiedener Antilopenunterarten zur gleichen Zeit führten. Jennifer Leonard (Smithsonian-Institut, Washington) et al.: Proceedings of the Royal Society: Biology Letters, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsbl.2005.0323

 
Quelle: http:// www.wissenschaft.de
 

20.11.2004
    Ameisen machen Erdbeerfrösche giftig
 


Die Amphibien reichern die Alkaloide aus den Insekten in ihrer Haut an

Baumfrösche produzieren ihr Gift nicht selbst, sondern werden erst durch den Verzehr bestimmter Ameisen giftig. Das hat ein Forscherteam von der Universität von Miami (USA) herausgefunden. Die Wissenschaftler beschreiben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0402365101).

Das Gift tropischer Frösche setzt sich aus einer Mischung von bis zu 500 so genannter Alkaloide zusammen. Alkaloide sind organische Verbindungen, die häufig eine starke Wirkung auf lebende Organismen haben. Viele dieser Stoffe sind auch für medizinische Anwendungen interessant. Diese hochwirksame Giftmischung schützt Arten wie die Baumfrösche davor, gefressen zu werden. Selbst Mikroorganismen haben kaum eine Chance, sich auf der schleimigen Haut der Amphibien niederzulassen.

Biologen vermuteten lange, dass die Frösche den Giftcocktail in speziellen Drüsen selbst produzieren. Jedoch zeigten die meisten Froscharten, die in Gefangenschaft aufgezogen wurden, keinerlei Giftigkeit. Frühere Studie hatten bereits gezeigt, dass die Tiere mit der Nahrung aufgenommene Gifte in der Haut anreichern können. Auf der Suche nach der genauen Quelle der Alkaloide analysierten die Wissenschaftler um Ralph Saporito die Nahrung der Amphibien. In den Mägen von Erdbeerfröschen (Dendrobates pumilio) fanden die Forscher Überreste von Ameisen. Diese enthalten die selben Alkaloide wie die Frösche. Erstmals konnten die Forscher bei den Ameisen auch eine spezielle Klasse von Alkaloiden nachweisen, die bei Erdbeerfröschen besonders häufig ist.

Die Frösche nehmen die Giftstoffe demnach beim Verzehr der Ameisen auf, schreiben Saporito und seine Kollegen. Woher allerdings die Ameisen die Alkaloide bekommen, sei noch unbekannt, erklärt der Forscher. Er sieht drei mögliche Wege: Die Ameisen synthetisieren die Alkaloide selbst, sie nehmen die Giftstoffe mit pflanzlicher Nahrung auf oder noch unbekannte Symbionten, beispielsweise Bakterien, übernehmen die Herstellung der Gifte.

 
Quelle: http:// www.wissenschaft.de
 

    Auf den Spuren der Riesenkugler
 


Fünf neue Tausendfüßler-Arten auf Madagaskar entdeckt:

Die einzigartige Tierwelt von Madagaskar hat skurrilen Zuwachs erhalten: Der Bochumer Biologe Thomas Wesener entdeckte im Küstenregenwald der Insel fünf bislang unbekannte Arten der so genannten Riesenkugler. Das sind riesige, bunte Tausendfüßler, die sich bei Gefahr zu einer Kugel von der Größe einer Orange zusammenrollen.

Auch in Deutschland gibt es Kuglerarten, die aber maximal so groß werden wie eine Erbse. Auf Madagaskar haben die Riesenkugler eine große ökologische Bedeutung: Die Gliedertiere ernähren sich von altem Laub und vermoderndem Holz, ähnlich wie hierzulande die Regenwürmer. Riesenkugler machen totes Pflanzenmaterial für Mikroorganismen verfügbar, durchmischen und lockern den Boden auf. Die Böden in Plantagen sind in Gebieten mit Riesenkuglern deutlich nährstoffreicher als dort, wo diese Tiergruppe nicht mehr auftritt.

Wesener entdeckte die Riesenkugler im Küstenregenwald Madagaskars. Drei der Arten sind "endemisch", das heißt, sie kommen ausschließlich auf Madagaskar vor. Der Bochumer Forscher fürchtet, dass die neu entdeckten Arten schon bald aussterben könnten: Ein Großteil der Wälder, die einst fast die gesamte Insel bedeckten, ist bereits abgeholzt.

Dabei haben die Riesenkugler, wissenschaftlich Sphaerotheriiden genannt, schon schwierige Zeiten überdauert. Sie entstanden vermutlich schon vor den Dinosauriern, vor mehreren hundert Millionen Jahren. Sie sind daher so etwas wie lebende Fossilien. Die Tiere sind sehr ursprünglich gebaut und können sich zu einer perfekten Kugel einrollen, die sämtliche Beine, die Bauchseite und den Kopf vollständig in sich birgt - dadurch sind sie für viele Feinde unangreifbar. Die Arten auf Madagaskar können, anders als ihre kleineren Verwandten, sogar zirpen.

 
Quelle: http:// www.wissenschaft.de
 

19.10.2004
   Trypanosomen - die Erreger der Schlafkrankheit
 


Bei dem Erreger der unbehandelt tödlichen Schlafkrankheit (Nagana-Seuche) handelt es sich um eine parasitisch lebende Art der Zooflagellaten namens Trypanosoma. Die Trypanosomen werden durch Tse-Tse Fliegen übertragen, bei denen beide Geschlechter Blutsauger sind und sich alle 3-4 Tage von Blut ernähren müssen (ca. 2 Minuten Saugdauer). Beim Blutsaugen verdoppelt die Fliege ihr Gewicht und vergrössert ihren Körperumfang. Ein Prozent aller Fliegen sind mit dem Erreger Trypanosoma infiziert und können die Krankheit auf Säugetiere oder Menschen übertragen. Die besondere Eigenschaft der Trypanosomen, die sie gegen Antikörper weitgehend immun macht, sind die VOG (variable Oberflächenglycoproteine), die bei jedem Individuum unterschiedlich sein können. Um die mengenmäßig vorherrschende Trypanosomenpopulation, die hinsichtlich auf die Oberflächenglycoproteinart einheitlich ist, zu vernichten, muss eine spezielle Antikörperart gebildet werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Während anschliessend die Individuen dieser Art vernichtet werden, können sich die mit anderen Oberflächenglycoproteinen weiterentwickeln. Die unterschiedlichen Oberflächenglycoproteine enthalten jeweils ca. 500 Aminosäuren und ~1000 Gene. Es können bis zu 1000 verschiedene Hüllen durch Zufallsmutation bei Trypanosoma entstehen.

Trypanosoma hat mehrere Unterarten, die sich hinsichtlich der Inkubationszeit und der Krankheitsdauer bis zum Tod unterscheiden.

Erste Krankheitssymptome für die Schlafkrankheit sind Übelkeit, Fieber. Sobald die Trypanosomen aber die Blut-Hirn-Schranke übertreten haben, werden die Symptome deutlich heftiger bis sie zum Tod führen. Die Krankheit kann unbehandelt von wenigen Monaten bis zu 1-4 Jahren (Trypanosoma brucei) dauern, bis es zum Tode kommt.

Zu dem Thema könnt ihr gerne einen Thread im Forum erstellen, falls Fragen offen sind.

 
Quelle: Universität Köln
 

01.09.2004
    Wie Bienen im Dunklen sehen können
 


Die Biene Megalopta genalis kann sich in den Regenwäldern Mittelamerikas auch in der Dunkelheit gut an Landmarken orientieren: Eine Art Restlichtverstärker im Gehirn ermöglicht ihr auch in der finsteren Tropennacht das Sehen. Das haben Forscher um Eric Warrant von der Universität im schwedischen Lund herausgefunden. Über ihre Entdeckung berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Current Biology (Bd. 14, S. 1309, DOI:10.1016/j.cub.2004.07.057).

 
Quelle: http:// www.wissenschaft.de
 

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